Entscheide über das Schicksal von Henry Stickmin in Fleeing the Complex

Die Zeit der Superhelden ist vorbei. Galt der große Retter vom Planeten Krypton einst als Beschützer der Menschheit, muss er nunmehr mitansehen, wie Antihelden das Ruder an sich reißen und den Nachwuchs faszinieren. Henry Stickmin, der Dreh- und Angelpunkt, seiner eigenständigen Browsergame-Reihe, mag sicherlich nicht unbedingt als böser Wolf im Schafspelz durchgehen, schafft es allerdings kontinuierlich, in die größtmögliche Schwierigkeit zu geraten. Nachdem er sich bei „Breaking the Bank“, „Escaping the Prison“, „Stealing the Diamond“ und „Infiltrating the Airship“ immer wieder mit letzter Kraft aus der Affäre zog, scheint es bei „Fleeing the Complex“ endgültig aussichtslos auszusehen. Oder etwa doch nicht? Der Spieler entscheidet über das Schicksal des kleinen Kerlchen und sieht sich ein weiteres Mal zahlreichen Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt. Ob es gelingt, den Problemfällen aus dem Weg zu gehen, ist nicht selten vom Glück abhängig.

Probleme in Russland

In Sibirien ticken die Uhren anders. Das erkennt auch Haupt-Charakter Henry, als er es mit den russischen Gefängniswärtern zu tun bekommt, die sich nur zu gern auf seine Kosten amüsieren. Doch in bester Manier des findigen Entfesselungskünstlers nutzt der Spieler die Überfahrt ins Gefängnis, um einen eigenwilligen Plan zu schmieden und den großen Held aus seiner misslichen Lage zu retten. Dabei kann sich Stickmin erneut auf potentielle Komplizen verlassen – vorausgesetzt, die entsprechenden Mechanismen genügen für seine Befreiung. Als Spieler bestehen zahlreiche Auswahlmöglichkeiten, die den Verlauf der Geschichte beeinflussen, einerseits für den Tod des Strichmännchens, andererseits aber auch für eine unkomplizierte Rettungsaktion stehen können. Vorangegangene Abenteuer haben an dieser Stelle übrigens keinen Einfluss: Ganz egal, mit welchem Ende der Vorgänger „Infiltrating the Airship“ abgeschlossen wird, startet „Fleeing the Complex“ mit einem klar definierten Ausgangspunkt.

Viele Wege führen nach Rom

Zugegeben: Die Abenteuer von Henry Stickmin punkten weder mit aufregenden Grafiken noch einem unbeschreiblichen Spielkonzept. Sie zeigen dafür deutlich auf, dass es nicht immer großangelegte Pixelexplosionen oder ein kompliziertes Gameplay sein müssen, um mit Kreativität und frischen Ideen punkten zu können. „Fleeing the Complex“ führt den Weg seiner Vorgänger gnadenlos fort und besitzt keinen vorgeschriebenen Weg, der sicher ans Ende führt. Jeder Spieler kann improvisieren, seine Komplizen zurücklassen, gar nicht erst auf sie zurückgreifen oder anderweitige Optionen finden, das Geschick in entsprechende Bahnen zu lenken. Der mittlerweile fünfte Epos um Herrn Stickmin beeindruckt mit seiner Vielfältigkeit und stellt weder Neulinge noch fortgeschrittene Spieler vor unlösbare Rätsel. Langzeitmotivation ist durch die individuellen Möglichkeiten, das Browsergame zu beenden, sichergestellt.

Auf SilverGames findest du neben „Fleeing the Complex“ auch noch viele weitere coole Stickman-Spiele!

 

(via)